«Sie hat das Brett vergessen, auf dem sie immer herumdrückt.»

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Das Zentrum St. Anna, der diesjährige Austragungsort der Mitgliederversammlung der Spitex Stadt Luzern, ist eng mit der Geschichte der Spitex verknüpft: leisteten die Ordens­schwestern doch Pionierarbeit in der Stadtluzerner Krankenpflege und Familienhilfe. Was einst aus dem Zusammenschluss verschiedener Institutionen begann, entwickelte sich als Spitex Stadt Luzern zu einer innovativen Organisation, die bereits oft eine Vorreiterrolle eingenommen hat und auch weiterhin bereit ist, neue Wege zu gehen. Oder wie es Co-Präsidentin Marlene Odermatt ausdrückte: «Innovation ist Teil unserer DNA – manchmal unkonventionell, aber stets zukunfts­orientiert.»

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Im Geschäftsalltag sah sich die Spitex Stadt Luzern im Jahr 2025 mit zahlreichen Herausforderun­gen konfrontiert, die sich auch auf den Jahresabschluss ausgewirkten: medizinisch und sozial anspruchsvolle Situationen gehen mit einem erhöhten Pflege- und Koordinationsaufwand einher, Klient:innen leiden zunehmend an Mehrfacherkrankungen, die schwer zu kontrollieren sind, der Markt der ambulanten Pflege ist durch neue private Spitex-Anbieter und pflegende Angehörige im Umbruch. Gleich geblieben ist der Leistungsauftrag mit der Stadt Luzern, der den Betrieb verpflichtet, alle Anmeldungen anzunehmen. Nach einem Gewinn im Vorjahr schloss die Spitex Stadt Luzern das Geschäftsjahr 2025 mit einem Verlust ab.

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Die Mitglieder genehmigten an der Mitgliederversammlung alle Geschäfte und erteilten dem Vorstand Décharge. Ida Dommen, im Vorstand seit 2019, stellte sich nicht erneut zur Wahl und wurde offiziell verabschiedet. Hervorgehoben wurde ihr grosses Know-how und ihr persön­liches Engagement für die Spitex. Alle anderen Vorstandsmitglieder wurden im Amt bestätigt.

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Im Anschluss stellten Marco Müller, Co-Präsident, und Marlis Waldispühl, Fachfrau Gesundheit, am Beispiel der Clever.Care-App dar, wie mit technologischen Hilfsmitteln die Lebensqualität und Sicherheit der betreuten Menschen verbessert werden kann. Ausgehend davon wurde mit den Anwesenden erörtert, wo die Grenzen zwischen Sicherheit und Autonomie, Privatsphäre und Technologie liegen. Die Spitex Stadt Luzern steht dabei auf dem Standpunkt: Technologie muss dem Menschen dienen – nicht umgekehrt. Geschlossen wurde die Versammlung mit einer Anekdote von Marlis Waldispühl: Als sie versehent­lich ihr Smartphone bei einer Klientin mit Demenz liegen liess, meldete sich diese umgehend beim Telefonservice und verkündete: «Sie hat das Brett vergessen, auf dem sie immer herumdrückt.»